Essen? Nein danke! - Meine Geschichte Teil 1


Triggerwarnung: Ich schreibe hier im Blogartikel über mein gestörtes Essverhalten, meiner gestörten Körperwahrnehmung und drastische Maßnahmen, womit ich mein Gewicht reduziert habe. In diesem Text werden viele Ansichten und Gedanken von mir während dieser Zeit damals beschrieben. Diese sind weder wissenschaftlich haltbar noch sinnvoll oder auch nur ansatzweise vernünftig, im Gegenteil, sie sind völlig gesundheitsgefährdend. Solltest du dich selbst gerade in einer Essstörung befinden oder versuchen, den Weg da rauszufinden, dann könnte dieser Text dich vermutlich triggern.

Hilfe bei Essstörungen findest du u.a. über die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA), die auch über eine anonyme Hotline schnelle Hilfe bietet. Links für Betroffene und Angehörige findest du im Anschluss an den Text in einer Linkliste.


 

Meine Geschichte - Teil 1

So richtig weiß ich gar nicht, wo ich anfangen soll zu schreiben. Dieser Blog wird wohl der Schwierigste für mich sein, weil er sehr persönlich ist. Viele von euch denken jetzt sicherlich: "Ach die ist Fitnesscoach, Ernährungs- und Gesundheitsberaterin. Die wird wohl den ganzen Tag nur Salat, Obst und Gemüse essen und die gesunde Ernährung schon in die Wiege gelegt bekommen haben."

Nein! - Das ist nicht so. Und das war auch noch nie so.

Ja, seit meinem Studium zum Fitnesscoach habe ich natürlich auch viel an meiner Ernährung geändert und versuche seitdem, mich täglich gesünder zu ernähren. Wobei ich das Wort gesund in Verbindung mit Essen eigentlich gar nicht mag. Denn es gibt keine Lebensmittel, die pauschal "gesund" oder "ungesund" sind. Von giftigen Dingen mal abgesehen. Aber es gibt bei der Ernährung kein gesund oder ungesund, kein schwarz oder weiß, ich bevorzuge da eher "nährstoffreich" und "weniger nährstoffreich". Zumindest sehe ich das jetzt so. Früher war das anders. Da war eigentlich jedes Lebensmittel in meinen Augen schlecht.

 

Wann ging es los?

Ich war eigentlich nie dick oder moppelig, im Gegenteil. Ich war als Kind schon immer sehr dünn, von Natur aus. Und auch als Jugendliche war ich sehr dünn, das hat sich auch während der Pubertät nicht verändert, obwohl ich keinerlei Sport gemacht habe.

Ich musste mir sehr oft dumme Sprüche anhören, weil ich so dünn und zierlich war. Nicht mal unbedingt von Schülern oder anderen gleichaltrigen, sondern selbst von vielen Erwachsenen. Ständig hieß es "Dich weht ja der Wind um.", "Bei dir muss man ja Angst haben, dass man dich nicht zerbricht.", "Gibt´s bei euch zu Hause nichts zu essen?", "An deinen Knochen zieht man sich ja einen Splitter." und so weiter. Ich könnte noch hunderte Beispiele nennen. Das ganze stärkt ein kleines Mädchen ja nicht unbedingt. Ich hatte so wenig Selbstbewusstsein, welches mit jedem Satz, den ich von anderen bezüglich meiner Figur und meines Gewichts hörte, immer weniger wurde. Ich wollte mich vor jedem verstecken, wollte nicht mehr gesehen werden und wurde immer ruhiger, damit mir weitere dumme Sprüche erspart bleiben. Denn sie haben mir in meinem Kopf nur eins deutlich gemacht: "So wie du bist, bist du nicht richtig."

Mit der Pubertät und wachsenden weiblichen Rundungen wurde es für mich noch schlimmer. Ich wurde von Jungs angeschaut, manchmal sogar regelrecht angestarrt. Dabei wollte ich doch überhaupt nicht gesehen werden. Es war mir so unangenehm, dass andere meinen Körper jetzt noch mehr anstarrten. Also wollte ich abnehmen, weniger werden. Weniger Körper, weniger sichtbar für die anderen, weniger Blicke. Also hab ich hier und da mal ne Diät gemacht. In den Klatschzeitungen meiner Mutti war jede Woche eine neue und ich hab alle mal probiert. Aber immer nur ein bisschen und nicht wirklich konsequent, so dass es auch nicht auffiel.

Später habe ich dann mit einer Freundin eine Zeitlang eine Diät gemacht, bei der ich täglich mehrere Alma*** oder Yok*** Shakes (keine Werbung!) trinken musste, die wie Pappe geschmeckt haben und jede Mahlzeit am Tag ersetzen sollten. Essen durfte man zusätzlich nichts. Da ich aber nicht besonders diszipliniert war, hab ich auch das nicht strikt durchgezogen.

 

Meine eigene Wohnung

Als ich dann mit 20 Jahren in meine erste eigene Wohnung gezogen bin, konnte ich noch mehr ausprobieren und immer weniger essen, ohne dass es jemandem aufgefallen ist. So langsam entstand in mir ein krankhaft gestörtes Körperbild und ich versuchte alles Mögliche um bloß nicht zuzunehmen. Ich hatte Angst vor jedem Kilo.

Damals bin ich mit dem Zug zur Arbeit und nach Hause gefahren, dadurch hatte ich oft sehr viel Zeit auf dem Bahnhof, bis der nächste Zug fuhr. Die Zeit vertrieb ich mir jeden Tag im Buchladen und habe mir mit Diätbüchern oder -zeitschriften die Zeit totgeschlagen. Ich hab so gut wie jedes Buch über Magersucht oder andere Essstörungen gekauft. Nicht, weil ich dachte, ich hätte eine davon, sondern um mir Tipps zu holen, wie ich noch weniger essen könnte und noch mehr abnehmen könnte. Diese ganzen Bücher habe ich immer noch zu Hause. Mittlerweile kann ich über mich nur den Kopf schütteln, wie dumm ich doch damals war, wenn ich die ganzen rot markierten Textzeilen in den Büchern sehe.

 

Einige der Bücher, die ich damals gekauft hatte

 

 

Viele Jahre hab ich mich täglich gewogen, manchmal sogar mehrmals täglich, sogar direkt nach dem Essen, um zu sehen, wieviel ich da wieder "gefressen" habe. Zusätzlich hab ich täglich aufgeschrieben, was ich gegessen hab und wieviel Kalorien diese Lebensmittel haben. Natürlich hab ich jeden Tag versucht, die Kalorien vom Vortag zu unterbieten. Mittlerweile konnte ich auch nicht mehr vor anderen Menschen essen, außer vor meiner engsten Familie. Auf Arbeit in der Frühstückspause vor meinen Kolleginnen und meinem Chef ins Brötchen zu beißen ging einfach nicht mehr. Mich mit anderen im Restaurant treffen und in der Öffentlichkeit zu essen konnte ich erst recht nicht. Ich hatte eine Blockade in meinem Kopf und dachte mir, dass die anderen denken, wie verfressen ich eigentlich bin. Ich konnte es einfach nicht ertragen, wenn man mich beim essen angeschaut oder beobachtet hat. Also hab ich nur noch heimlich gegessen, wenn ich es vor Hunger wirklich nicht mehr ausgehalten habe. An einigen Tagen habe ich nur etwa 800 Kalorien zu mir genommen, an anderen sogar nur eine Suppe gegessen. Was natürlich nicht mal meinen Grundumsatz deckt, damit mein Körper und meine Organe überhaupt funktionieren können. Das weiß ich jetzt - damals war mir selbst das zu viel.

 

Ausschnitte aus meinem Tagebuch

 

 

Irgendwann hatte ich dann einen Freund. Und jedes Mal, wenn ich bei ihm übernachtet hatte und es am nächsten Tag hieß, es gibt Mittagessen, kam ich mit der Ausrede: "Ich hab keinen Hunger." Obwohl mein Bauch hörbar geknurrt hat. Also ging er alleine rüber zu seinen Eltern und hat gegessen, ich blieb drüben bei ihm. Als er wieder zurück kam, krümmte ich mich vor Magenkrämpfen, weil ich den Hunger übergangen hatte. Mir ging es sehr schlecht und ich hatte wirklich Hunger. Ich hätte ihm einfach nur sagen müssen, dass ich etwas essen möchte, aber ich konnte nicht. Der Gedanke daran, dass wir zu seinen Eltern rüber gehen und ich dann als einzige alleine am Tisch sitze und etwas esse, während alle anderen zugucken, ließ mich still bleiben und ich hatte weiterhin wahnsinnige Krämpfe. So dass mein damaliger Freund mich dann nach Hause fuhr. Wie oft diese Situation vorkam weiß ich nicht mehr. Oft auf jeden Fall.

Mein Essverhalten wurde immer schlimmer und in einigen meiner gekauften Bücher hatte ich dann irgendwann gelesen, dass eine Betroffene mit verschiedenen Pillen versucht hat abzunehmen bzw. das Gegessene schnellstmöglich wieder nach draußen zu befördern, mit der Hoffnung es setzt somit kein Fett am Körper an.

Das wollte ich auch.

Also bin ich bei der nächsten Gelegenheit zur Apotheke und habe mir diese Dinge gekauft. Das waren Fettblocker, Entwässerungstabletten und am Ende auch Abführtabletten. Natürlich nicht alles auf einmal, sondern in verschiedenen Apotheken, damit es nicht auffällt. Ich hab ein Haufen Geld für diesen Mist ausgegeben und an manchen Tagen Hände voll Abführtabletten in mich geworfen. Das war die Hölle sag ich euch. Ich hab gedacht meinen Körper zerreißt es innerlich. Ich lag nächtelang heulend in meinem Bad auf den Fliesen und habe mich gekrümmt vor Schmerzen.

Bitte tut so etwas nie niemals!

Aber auch ohne diese ganzen Pillen wurden meine Magenkrämpfe nicht besser. Einige Male musste ich nachts den Notarzt rufen, weil ich es nicht ausgehalten hatte vor Schmerzen und mehrmals wurde ich ins Krankenhaus eingewiesen oder mein Freund hat mich hingefahren, damit man mich von oben bis unten durch checkt. Aber es wurde nichts gefunden. Getan wurde auch nicht wirklich viel außer mich jeden Morgen zu fragen, wie hoch die Schmerzen auf einer Skala von 1-10 sind. Da meine Schmerzen krampfartig waren und in Wellen kamen, hatte ich an manchen Tagen zu der Zeit, in der die Visite kam, natürlich überhaupt keine Schmerzen, also eine 0, und ich wurde somit entlassen.

Die blöden Sprüche von den anderen wurden nicht besser - im Gegenteil. "Iss mal was, sonst fällst du noch vom Fleisch.", "Du musst mal mehr essen."

Essen. Als ob das so einfach wäre. Ich konnte es manchmal einfach nicht mehr.

 

Feuerwehr

Besonders schlimm waren für mich die Tage, wenn wir Termine bei der Feuerwehr hatten. Ich war in der freiwilligen Feuerwehr und wenn wir Versammlungen, Weihnachtsfeiern oder ähnliches hatten, gab es immer geliefertes Essen. Da ich aber nicht vor anderen essen konnte, hatte ich das meist zu Hause schon getan, wenn ich mal etwas runter bekommen hatte. Und dann gingen die Sprüche los. "Na los Franzi, iss doch was.", "Du kannst dir ja das Grünzeug raussuchen.", "Wo ist dein Salatblatt zum Abendbrot?"

Sowas und noch viel mehr durfte ich mir anhören. Hat es mir geholfen? Nein. Haben die Leute dabei nachgedacht, wie verletzend ihre Worte für mich sind? Nein. Hat sich vielleicht irgendeiner Gedanken gemacht, was mit mir los ist und warum ich vielleicht nichts essen möchte? Nein. Hat es meinem eh schon geringen Selbstbewusstsein geholfen? Nein.

Wenn man bei einem übergewichtigen Menschen Witze über seine Figur oder das Gewicht macht, dann fühlt sich jeder beleidigt. Was auch richtig ist, denn darüber macht man keine Witze. So etwas ist verletzend. Aber wenn jemand sichtbar untergewichtig ist, dann darf man verbal draufhauen und dumme Sprüche lassen? Meistens tun das sogar diejenigen, die etwas fülliger sind und selbst den Finger heben, wenn man ein Wort über Dicke sagt.

Völlig egal, ob normalgewichtig, über- oder untergewichtig - man hat sich nicht über das Aussehen, den Körper, das Gewicht, die Essgewohnheiten oder sonstiges von anderen Menschen lustig zu machen. Punkt. Auch dumme Kommentare oder Sprüche kann man stecken lassen, denn diejenigen, denen ihr das an den Kopf werft, wissen es meist selbst gut genug und versuchen vielleicht gerade selbst aus dieser Essstörung rauszukommen und werden durch jeden Spruch wieder ein Stück nach unten gezogen. Neben den körperlichen Erkrankungen, die durch Essstörungen entstehen können, können somit auch noch psychische Erkrankungen entstehen, weil niemand über seine Worte nachdenkt bevor er sie ausspricht.

Vielleicht liest es ja jemand, von denen, die mir damals und manche auch heute noch, ständig dumme Sprüche an den Kopf hauen und fangen mal an, über ihr Verhalten nachzudenken. Ich würde es mir wünschen.

 

Mein Tiefpunkt

Nachdem ich einige Male im Krankenhaus war und die schlimmsten Nächte mit Magenkrämpfen durchgemacht hatte, habe ich zum Glück von selbst wieder angefangen etwas mehr zu essen. Langsam Stück für Stück. Das hat mal mehr mal weniger gut funktioniert aber der Wille war da. Ich bemerkte, wie gerne ich doch eigentlich esse. Vor sehr guten Freunden konnte ich dann auch mal etwas essen, aber nur wenn sie auch etwas aßen. Alleine vor anderen hätte ich niemals etwas gegessen und das ist auch heute noch so.

Später, nach einem riesen Beziehungsstreit mit lautstarkem Beziehungsende, hatte ich dann meinen körperlichen Tiefpunkt erreicht. Die Art und Weise wie diese Beziehung endete und der Grund dafür, waren für mich wie ein Schlag in die Magengrube. Ich hab wochenlang nichts zu Essen runter bekommen und war am Boden zerstört. Ich hatte innerhalb von 2 Wochen viel Gewicht verloren und hatte somit mit 26 Jahren mein Tiefstgewicht von 43 kg.

Das war auch die Zeit, in der die ersten Außenstehenden aufmerksam wurden und ich mitfühlend angesprochen wurde, dass ich sehr schlecht aussehe und ich bloß nicht mehr weiter abnehmen darf. Ich konnte es auch nicht mehr verbergen. Mir rutschten die Hosen von der Hüfte und mein Gesicht war eingefallen und blass. Meine Schultern waren nur noch Knochen und meine Schlüsselbeine standen heraus.

 

Der Vergleich mit anderen

Während dieser gesamten Zeit, in der ich dieses gestörte Essverhalten an den Tag gelegt hatte, also auch schon vor meiner eigenen Wohnung, hatte ich nie eingesehen, dass ich (zu) dünn bin. Auch wenn es mir oft gesagt wurde. Im Gegenteil, ich fand mich eklig und fett. Ich konnte mich nicht im Spiegel angucken. Überall sah ich nur Speckfalten. An meinen Hüfthosen quillte das Fett an der Hüfte raus, meine Oberschenkel berührten sich innen, ich hatte Cellulitis, meine Arme haben geschwabbelt, der Bauch sowieso, der war für mich das allerschlimmste und sowieso fand ich alles an meinem Körper einfach nur ekelhaft. Wenn ich meine Hüftknochen und Rippen nicht sehen konnte, fand ich mich zu fett. Aber ich hab andere Frauen bewundert. Eigentlich jede, egal wie sie aussah. Alle hatten einen total schönen Körper und waren so schön schlank. Im Sommer am Strand im Bikini habe ich mich geschämt, weil ich nur die anderen mit ihren Topfiguren gesehen hab. Wenn ich saß hab ich meinen Bauch verdeckt, weil er dann Falten geschlagen hat. Und das war eklig, in meinen Augen. Ein schöner Bauch darf doch auch im Sitzen keine Falten schlagen, sonst ist man fett. Die anderen hatten keine Speckfalten. In meinen Augen jedenfalls nicht. Nur ich hatte die.

Keiner konnte mich verstehen, dass ich so denke und viele haben mich belächelt und zu mir gesagt "Franzi, du spinnst. Erzähl nicht so ein Scheiß." Aber keiner hat mit meinen Augen gesehen, ich habe meinen Körper und die der anderen völlig falsch wahrgenommen. Ich war dick und alle anderen waren schlank. Und ich konnte nicht verstehen, warum kein anderer das so gesehen hat wie ich.

 

Der Beginn der Veränderung

Seit meinem Tiefpunkt mit 43 kg sind nun einige Jahre vergangen und mir ist deutlich bewusst geworden, dass ich mir und meinem Körper extremen Schaden zufüge, wenn ich so weiter mache. Sämtliche Kapseln und Abführtabletten sind längst entsorgt und ich bin im Nachhinein sehr dankbar und stolz auf meinen Körper, dass er immer noch sehr gut funktioniert und gesund ist, trotz allem, was ich ihm die ganzen Jahre über angetan habe. Mein Bewusstsein gegenüber der Ernährung hat sich deutlich zum positiven verändert und ich esse wirklich gerne. Zwar immer noch manchmal sehr unregelmäßig und oft noch zu wenig aber kein Vergleich mehr zu früher. Zumindest wird mein Grundbedarf am Tag abgedeckt, damit alle meine Organe ihre Funktion erfüllen und alle Körperfunktionen richtig ablaufen können. Auch die Liebe zum Sport habe ich vor mehreren Jahren für mich entdeckt, aber nicht mehr mit dem Hintergrund dadurch abzunehmen, sondern Muskeln aufzubauen und dadurch zuzunehmen.

Aus der Liebe ist mittlerweile nicht nur Leidenschaft, sondern sogar mein Beruf geworden. Aber darüber schreibe ich im zweiten Teil meiner Geschichte.

 

Wie ist mein Verhalten heute?

Ich möchte nicht sagen, dass ich von diesem gestörten Essverhalten komplett geheilt bin. Nein, denn im Inneren kommen öfter mal noch solche Gedanken um mein Gewicht oder meine Figur hoch. Ich wiege immer noch unter 50 kg und merke wie ich nervös werde, wenn ein Kilo mehr auf der Waage steht. In meinem Studium habe ich natürlich gelernt, dass Gewichtsschwankungen völlig normal und absolut unbedenklich sind (siehe mein Blogbeitrag Wassereinlagerungen -Wenn das Wasser zu viel wird), aber die innere Unruhe ist trotzdem da. Weiterhin kommt es auch immer noch manchmal vor, dass ich vorm Spiegel meine Speckfalten zähle und mich immer noch ärgere, dass sich meine Oberschenkel innen berühren.

Aber - Mir ist mittlerweile auch bewusst, dass das absolut normal ist bei vielen Menschen und es einfach auch eine Sache der Anatomie der Beine ist. Und dass Cellulitis auch nichts ist, wofür sich irgendeine Frau schämen muss. Seltsamerweise finde ich die bei anderen Frauen auch gar nicht schlimm, nur bei mir.

Mittlerweile ist es so, dass ich vor anderen etwas essen kann, aber ich fühle mich trotzdem wahnsinnig unwohl dabei. Was nach wie vor nicht geht, ist, so wie ich oben schon geschrieben habe, alleine vor anderen zu essen. Wenn ich also mit Freunden essen bin und alle sind fertig außer ich, dann höre ich schlagartig auf. Die Gedanken, dass die anderen mir beim essen zugucken, lässt mich dann keinen Bissen mehr runter bekommen. Aber ich arbeite daran.

Ich denke, es wird noch eine ganze Weile dauern, bis diese komischen Gedanken aus meinem Kopf sind und ich mich mit meinem eigenen Gewicht nicht mehr stresse. Mein Beruf als Fitnesscoach hilft mir dabei auf jeden Fall sehr, denn ich habe soviel über den Körper gelernt und lerne noch soviel neues dazu.

 

⇒ Was ich euch am Ende gerne mit auf den Weg geben möchte, ist:

Passt bitte gut auf euren Körper auf. Er wurde euch bei eurer Geburt geschenkt und trägt euch durch euer ganzes Leben. Er verzeiht euch sehr viele Dinge, die ihr oder andere ihm antun. Er ist stark für euch und schützt eure Organe, er hält euch am Leben. Euer Körper ist ein Wunder der Natur - Zerstört dieses Wunder nicht!

 

Bleibt gesund!

Franzi


 

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FB Fitness Franziska Bartels

Geprüfter Fitnesscoach und Personal Trainerin

Professionelle Online Ernährungs-, Trainings- und Gesundheitsberatung mit persönlichem Coaching

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